Mandelsteine entfernen

Oft ist die Ursache von Mundgeruch eine unzureichende Hygiene der Zähne, manchmal ist auch ein anderer Bereich im Mund dafür verantwortlich: die Mandeln. In ihnen können sich Mandelsteine lagern, die aus Essenresten, abgestorbenen Schleimhautzellen und Bakterien bestehen. Mandelsteine (wissenschaftlich: Tonsillensteine) lassen sich auf verschiedene Weisen entfernen. Wir stellen die zwei besten Lösungen vor, wie man Mandelsteine entfernt.

Mandelsteine entfernen
Ein Mandelstein, der aus den Krypten (Kanalgängen) der Mandel hervorgeht.

1. Mit Munddusche Mandelsteine entfernen

Das ist wohl die effektivste Art, um Mandelsteine schnell loszuwerden. Mit einer Munddusche reinigt man eigentlich die Zahnzwischenräume, aber unter Kennern/Betroffenen hat sie sich längst als Geheimtipp herumgesprochen. Die Munddusche eignet sich nämlich gut zur Entfernung von Mandelsteinen. Sie erzeugt einen Wasserstrahl, wie beim Zahnarzt, der die Mandeln gründlich bis in die tiefsten Gängen reinigt. So werden die Mandelsteine quasi herausgespült. Bei der Anwendung sollte aber darauf geachtet werden, dass der Strahl nicht allzu stark eingestellt ist. Ansonsten können die Mandeln nämlich verletzt werden. Eine Einstellungsmöglichkeit des Wasserstrahls ist daher für eine Munddusche das A und O.

Wir empfehlen hier die bewährte Panasonic EW1211W. Mit ihrem „Soft“-Modus lassen sich versteckte Mandelsteine restlos und vor allem schonend entfernen. Die Reinigung erfolgt etwa alle ein bis zwei Wochen, je nachdem wie stark die Bildung der Klümpchen ist. Sie können natürlich auch jede andere Munddusche mit einstellbarer Wasserstrahlintensität dazu verwenden.

Mandelsteine mit einer Munddusche entfernen
  • schonende Reinigung des Mundraums
  • einstellbare Intensität des Wasserstrahls
  • Wassertank lässt sich abnehmen
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Zusätzlich wäre noch zu empfehlen, den Mundraum, also auch die Mandeln, regelmäßig zu desinfizieren. Mit einem Mundwasser funktioniert dies sehr gut. Sind die Mandeln erst gereinigt, verhindert ein Mundwasser anschließend, dass neue Mandelsteine entstehen können. Eine desinfizierende Mundspülung neutralisiert nämlich die Bakterien in den Mandelgängen und beseitigt gleichzeitig Mundgeruch.

Unser Tipp: Einige Tropfen der Mundspülung in den Wassertank der Munddusche geben und anschließend die Mandeln reinigen. Damit werden die Mandelgänge nicht nur gesäubert, sondern auch gleichzeitig desinfiziert.

 

2. Mandelsteine durch eine OP entfernen lassen

Falls alle Mittel nicht helfen, kann ein Chirurg die Mandeln final herausoperieren. Eine Mandel-OP verläuft in den meisten Fällen positiv, bringt jedoch eine zweiwöchige Nachbehandlung mit sich. Damit löst sich das Problem der Mandelsteine für immer, so die Mediziner. Jedoch sind die Beschwerden in den ersten zwei Wochen nach der Operation für viele Menschen schwer zu ertragen. Oft kommt es in dieser Phase zu unangenehmen Komplikationen. Eine US-Amerikanische Studie mit etwa 36.000 operierten Patienten hat herausgefunden, dass rund 20 % der Patienten eine Beschwerde innerhalb der ersten zwei Wochen nach der OP erlebte. Diese Beschwerde musste durch einen Arztbesuch behandelt werden. Des Weiteren steht noch die Frage im Raum, wer die Rechnung für die Operation bezahlt. Die Krankenkassen streuen sich meistens die Kosten zu übernehmen, da keine akute Gefahr von Mandelsteinen ausgeht. 

Der größte Nachteil liegt jedoch darin, dass die Mandeln eine wichtige Funktion in unserem Körper erfüllen. Sie sind ein Teil von unserem Immunsystem. Im Mund wirken sie wie zwei Filter für Keime und Viren. So werden diese Schädlinge bereits dort abgetötet und gelangen erst gar nicht in unseren Verdauungstrakt.
Die Mandeln zu entfernen, wäre also sozusagen der Notfall-Plan, falls nichts hilft.

 

Häufig gestellte Fragen & Antworten zu Mandelsteinen

Welche Folgen bringen Mandelsteine mit sich?

Zwar sind Tonsillensteine nicht gefährlich, doch es gibt trotzdem einige Folgen, die man auf den ersten Blick nicht erkennt. Ein Beispiel dafür könnte die psychische Belastung durch den Mundgeruch sein. Für viele Menschen ist unangenehmer Geruch aus dem Mund eine belastende Angst. Was denkt der Gesprächspartner von mir, wenn er diesen Geruch wahrnimmt? Wie extrem ist mein Mundgeruch? Und warum passiert das gerade mir? Das sind Fragen, die sich Menschen mit Mandelsteinen ständig stellen.

Was sagt die Medizin dazu?

Tonsillensteine gehören laut der internationalen Klassifikation von Diagnosen (ICD) zu den „sonstigen chronischen Erkrankungen der Gaumenmandeln“. Sie sind mit der Kennung „J35.8“ klassifiziert. Die Bezeichnung „chronische Erkrankung“ hört sich hart an, ist es aber nicht. Mandelsteine tauchen zwar immer wieder auf, jedoch sind sie nicht gefährlich oder gar ansteckend. Lediglich der Mundgeruch setzt den Betroffenen schwer bei. Leider hat die Medizin, außer der drastischen Mandel-OP, keine Lösung für dieses Problem gefunden. Auch HNO-Ärzte kennen keine bessere Methode als die Mandeln zu reinigen.

Sind Mandelsteine gefährlich?

Nein. Von Mandelsteinen geht prinzipiell keine Gefahr aus. Mit dem Essen werden sie manchmal geschluckt oder beim Husten heraus katapultiert. In den meisten Fällen lagern sie sich in den Mandeln ab und erzeugen einen dezenten Schwefelgeruch im Mund. Bei Betroffenen von Mandelsteinen kann jedoch auch gleichzeitig eine Mandelentzündung vorhanden sein. Dies ist häufig der Fall, wenn akute Schmerzen im Halsbereich auftreten. Dann ist ein Besuch beim HNO-Arzt dringend zu empfehlen.

Woraus bestehen sie?

Mandelsteine bestehen aus abgestorbenen Zellen der Schleimhaut, Bakterien und Resten von Nahrung. Sie bilden sich zu einer steinartigen Form zusammen. In den meisten Fällen werden sie nur ein bis zwei Millimeter groß. Manchmal können sie auch die Größe einer Haselnuss einnehmen und bis zu 1 cm groß werden. In dieser Form lösen Mandelsteine Hals- und Ohrenschmerzen aus. Es gibt viele Ursachen für die Entstehung von Tonsillensteinen, lesen Sie hier mehr darüber.

Wo genau lagern sie sich ab?

Rund um und in den Mandeln sind Mandelsteine zu finden. Manchmal sind sie mit dem bloßen Auge zu erkennen, oftmals aber bleiben sie sehr tief in den Mandeln unbemerkt stecken. In den Mandelgängen (Krypten) lagern sich die Tonsillensteine primär ab.

Verschwinden Mandelsteine von selbst?

In seltenen Fällen werden Mandelsteine beim Kauen, Schlucken oder Husten vollständig entfernt. Bei vielen Menschen bleiben die Mandelsteine stecken und produzieren vor allem einen heftigen und anhaltenden Mundgeruch, der an faule Eier erinnert. Er lässt sich auch nicht durch Mundwasser beseitigen, selbst wenn die Mandelsteine relativ groß sind und aus den Gaumenmandeln (Tonsillen) herausragen. Als Desinfektion und Vorbeugung hingegen dient Mundwasser hervorragend.

Kann man Mandelsteine behandeln?

Um Mandelsteine für immer loszuwerden, bleibt nur der Weg zu einer Mandeloperation (Tonsillektomie). Sie ist aber für viele Betroffenen ein zu drastischer und zeitaufwendiger Schritt. Da die Medizin bisher keine Lösung für das Problem gefunden hat, haben sich Betroffene selber „behandelt“. Einige von ihnen drücken die Klümpchen mit den Finger heraus. Die Infektionsgefahr hierbei ist sehr hoch. Andere helfen sich mit einer Munddusche weiter und waschen bzw. lösen ihre Mandelsteine heraus. Diese Lösung hat sich unter den Betroffenen schnell herumgesprochen, weil sie effektiv und zugleich harmlos ist.